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Comeback im Dreierpack: Franz Henke (von links), Markus Koch und Sebastian Wichmann brachten ihre ganze Erfahrung ins Regionalliga-Spiel des TVS gegen Steißlingen ein - mit Erfolg. Foto: Daniel Merkel 

Tolle Stimmung in der Sandweierer Rheintalhalle. Das Verfolgerduell gegen den TuS Steißlingen wollten gut 600 Zuschauer sehen – und die kamen mal wieder voll auf ihre Kosten. Spannung pur war angesagt. Dass sich der TVS um das Trainergespann Marius Merkel/Markus Koch am Ende mit dem 30:26(15:12)-Sieg zwei weitere Punkte sichern konnte, hob die gute Laune im Sandweierer Lager zusätzlich an.
Es bleibt festzuhalten: Was die durchschnittlichen Zuschauerzahlen bei Heimspielen betrifft, können in der gesamten mittelbadischen Sportszene nur die Hügelsheimer Eishockey-Cracks mithalten. Eine Tatsache, auf die wir stolz sind. Stolz sind wir auch auf unser Team, das aktuell allen personellen Widrigkeiten trotzt. Wobei wir nicht jede Woche das Klagelied der Ausfälle anstimmen möchten. Es ist einfach so, wie es ist – und wir müssen uns der Situation stellen.
Wie’s um den Zusammenhalt in unserem Verein steht, belegt die Tatsache, dass gleich drei Routiniers, die ihre Laufbahn eigentlich beendet haben, aushelfen. Franz Henke, Sebastian Wichmann und Markus Koch, Letzterer als spielender Coach, stehen zur Verfügung, bis sich die Lage wieder entspannt hat. Alle drei Akteure, die körperlich fit sind, trugen gleich beim Comeback dazu bei, den starken Gast aus Steißlingen in die Schranken zu weisen. Sebastian Wichmann und Markus Koch trugen sich sogar noch in die Torschützenliste ein, Markus Koch im Übrigen bei seiner ersten Aktion überhaupt.
Der TVS musste gegen das robuste Gästeteam vom Bodensee in der Tat alle verfügbaren Kräfte aufbieten, um erfolgreich zu sein. Verlass war dabei auf die Abwehr um den mit 15 Paraden glänzenden Torhüter Noah Frensel. „Dass wir den besten Angriff der Liga bei 26 Toren halten können, sagt alles“, so Markus Koch. Sein Kollege auf der Sandweierer Trainerbank, Marius Merkel, lobte ebenfalls die vorzügliche Defensivleistung um Noah Frensel, der das Torhüterduell deutlich für sich entschied. Verlass war auch auf den Rückraum mit dem neunfachen Torschützen Bennet Löhmar, dem siebenfachen Scorer Lukas Veith und Spielmacher Luis Klingler.  
Der starke Auftritt von Torhüter Noah Frensel war mitausschlaggebend dafür, dass der TVS in der Anfangsphase mit 9:2 (12.) davonziehen konnte. „Die Gastgeber haben uns in dieser Phase überrollt“, meinte TuS-Trainer Jürgen Herr. Nach und nach fand Steißlingen dann aber besser ins Spiel, verkürzte kontinuierlich und kam nach dem 15:12-Halbzeitstand in der 39. Minute zum 17:17-Ausgleich. Die Partie stand auf der Kippe. Dass Steißlingens Torjäger Florian Riegler in dieser Phase verletzt ausschied, war Pech für die Gäste. Nun übernahm der TVS wieder das Kommando. Die Vorentscheidung fiel, als der TVS vom 23:22 (50.) auf 26:22 (54.) wegzog. Dieser Vorsprung wurde schließlich ins Ziel gebracht.
Dass der TVS mit nunmehr 11:3 Punkten weiterhin auf Platz zwei rangiert, ist eine erfreuliche Momentaufnahme, die gut fürs Selbstvertrauen und für die Stimmung in der Sandweierer Rheintalhalle ist. Die Konzentration gilt jetzt der nächsten Partie, die am Samstag um 20 Uhr beim starken Aufsteiger SKV Unterensingen angepfiffen wird.  
Für den TVS spielten: Noah Frensel, Matthias Meßmer, Mark Herbert (Tor); Bennet Löhmar 9, Lukas Veith 7, Maximilian Strüwing 6/3, Luis Klingler 2, Luis Materna 2, Markus Koch 1, Julian Schlager 1, Luca Schlageter 1, Sebastian Wichmann 1, Andre Ockert, Franz Henke.

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